Urbane Selbstversorgung auf der Fensterbank

Die Fensterbank ist ein kleines Stück Freifläche, das jeder für sich nutzen kann. Umso mehr Fenster du besitzt, desto mehr Platz steht dir für die Blumenkisten zur Verfügung. Insgesamt kann da schon eine ordentliche Anbaufläche zusammen kommen. Nutze sie, um Kräuter, Salate, Erbsen, Radieschen, Tomaten, Zwiebeln, Bohnen und noch anderes Essbares anzubauen.

Die Vorteile des Anbaus auf der Fensterbank und was sich gut darauf anbauen lässt

Wenn du Gemüse nicht nur Indoor, sondern auch draußen auf dem Fensterbrett anbaust, kommen Bienen und andere Bestäuber an die Blüten. Salate und Radieschen mögen es außerdem lieber kühl. In der Wohnung wäre der Anbau wahrscheinlich weniger erfolgreich. Außerdem sehen die Pflanzen hübsch aus und bieten dir in Zeiten von Hitzeperioden einen guten Kühleffekt.

Kräuter

Wer an den Anbau auf der Fensterbank denkt, denkt wahrscheinlich zuerst an Küchenkräuter. Und ja, natürlich eignen sich Kräuter aller Art dazu, um sie in kleinen Töpfen oder in einer Blumenkiste anzubauen. Wer gerne mit frischen Kräutern kocht, spart sich damit viel Geld und hat stets frische Kräuter zur Hand. Ich komme beispielsweise nicht ohne Rosmarin, Schnittlauch, Petersilie und Basilikum aus. Ganz wichtig für köstliche Erfrischungsgetränke und Tee ist Pfefferminze. Salbei gegen Zahnfleischentzündungen und zum Räuchern sowie Majoran und Thymian als Gewürze dürfen ebenfalls nicht fehlen.

Salat

Wer gerne Salat isst, sollte die Ressource Fensterbank keinesfalls ungenützt lassen. Denn Salat lässt sich fast das ganze Jahr über anbauen. Am besten nimmt man dafür eine Balkonkiste und wählt einen halbschattigen Standort, wo die Blätter in der Sonne nicht verbrennen. Die Aussaat erfolgt immer direkt. Ich hatte schon Pflücksalat und Ruccola in der Fensterkiste, was beides zusammen eine herrliche Geschmacksmischung ergibt. Vom Pflücksalat kann man lange zehren, indem man einfach die äußeren Blätter abzupft und den Salat von innen heraus nachwachsen lässt. Ruccola schneidet man ab und sät in einfach alle paar Wochen nach.

Radieschen

Radieschen lassen sich sehr leicht im Blumenkasten ziehen. Einfach die Samen mit etwas Abstand in die Erde setzen. Nur wenige Wochen später kannst du die reifen Früchte ernten.

Erbsen

Mit dem Erbsen-Anbau beginnst du am besten im März, wenn es noch kühl ist. Es gibt aber aus späte Sorten, sodass eine Aufzucht zwei bis drei Mal pro Jahr möglich ist. Setze dafür das Saatgut mit etwas Abstand in die Erde. Schütze die jungen Triebe mit einem Netz, damit die Vögel die Jungpflanzen nicht verspeisen. Später benötigen Erbsen eine Rankhilfe. Du kannst dünne Holzstäbe in die Erde stecken oder ein Garn vertikal vor dem Fenster spannen. Ein paar Wochen später gibt es süße Erbsen. Kinder lieben diese besonders!

Erdbeeren

Wie wäre es mit einem Erdbeerfenster? Erdbeeren sind mehrjährig und bieten dir eine unkomplizierte Möglichkeit für den Anbau daheim. Manche Sorten vermehren sich durch Ableger auch selbst. In Blumenkisten haben sie meist genügend Platz zum Gedeihen. Monatsbeeren wachsen übrigens mehrmals nach und Walderdbeeren verführen mit einem besonders aromatischen Geschmack. Darüber hinaus kannst du auch noch rechts und links am Fenster Blumenampeln mit Erdbeertöpfen darin aufhängen. So brauchst du nur das Fenster öffnen und nach Herzenslust naschen.

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