Echter Baldrian – ein Wildpflanzenporträt

An milden Wintertagen kannst du so einige Wildpflanzen, wie die Blätter vom Löwenzahn, Spitzwegerich und der Knoblauchsrauke sammeln. Zudem ist die Wurzel vom Echten Baldrian Wert gesammelt zu werden. Baldrian ist eine der bekanntesten heimischen Heilpflanzen und ein beliebtes Nervenmittel. Die zarten Baldrian-Blätter kannst du als Gewürz in der Küche nutzen.

Erkennungsmerkmale vom Echten Baldrian

Baldrian sieht auf den ersten Blick wie ein Doldenblütler aus. Es gibt jedoch etwa 300 verschiedene Baldrianarten, weshalb sie eine eigene Familie bilden. Echter Baldrian wächst bis zu zwei Meter hoch und bringt 20 Zentimeter lange, gefiederte Blätter hervor. Die oberen Blätter sitzen am Stängel und die unteren sind gestielt. Die Blüten sind weiß bis rosa und bestehen aus fünf Blütenblätter.

Baldrianwurzel in der Heilkunde

Wer Baldrian wegen seiner heilsamen Wirkung sammeln möchte, benötigt die Wurzel. Denn der Baldrianwurzel wird eine entkrampfende Wirkung nachgesagt, die das gesamte Nervensystem anspricht und entspannt. Die Pflanze kann gegen Schlafstörungen, Angstzuständen, Krämpfen im Magen-Darm-Bereich und Nervosität helfen.

Lass die Wurzel trocknen und verwende sie beispielsweise als Badezusatz, um dich an kalten Wintertagen so richtig zu entspannen.

Baldrianblätter in der Küche

Die Blätter vom Baldrian kannst du prima als Gewürz in Salatsaucen verwenden. Oder du verfeinerst damit deine Gemüsegerichte. Die Blüten vom Echten Baldrian sind übrigens ebenfalls fein-aromatisch. Du kannst beispielsweise eine Kräuterlimonade herstellen oder du dekorierst damit deine Salate und Süßspeisen.

Baldrian für die Katze

Beim Trockenvorgang der Wurzel wird ein Geruch ausgeströmt, den Katzen ganz besonders lieben. Du kannst ein Stück Baldrianwurzel in ein Kissen oder ein Stofftier einnähen und deinem Schmusetiger damit eine besondere Freude bereiten.

Baldrian im Volksglauben

Dem Baldrian wurde in früheren Tagen auch eine Zauberkraft nachgesagt. Die stark aromatisch riechende Pflanze wurde über die Tür gehängt, um böse Geister abzuwehren. Und wer die Pflanze bei sich trug, galt als geschützt vor bösem Zauber. Echter Baldrian im Zimmer aufgehängt galt außerdem als Hexen-Seismograf. Denn fing sich das Büschel zu bewegen an, war man davon überzeugt, dass sich eine Hexe nähern würde.

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