Ein Hochbeet im Gemeinschaftsgarten?

Gemeinschaftsgärten sind in vielen Städten Deutschlands und Österreichs vor einigen Jahren wie Schwammerl aus dem Boden geschossen. Manche gab es schon davor. In Wien beispielsweise wurden zahlreiche Initiativen gesetzt, um mehr Gemüse in die Stadt zu bringen. Teils von der Stadtverwaltung, teils vonseiten der Bevölkerung. Dass Grünflächen in der Stadt auch anders verwendet werden können, als mit pflegeleichten, aber nutzlosen Hecken zu bepflanzen, ist offenbar bei Entscheidungsträgern angekommen. Was wirklich eine gute Sache ist. Denn auf diese Art erhalten Menschen und urbane Selbstversorger neben dem Gemüseanbau auf dem Balkon oder der Fensterbank die Möglichkeit, ihre Freizeit im Garten nebenan zu verbringen und dabei auch noch Essen zu produzieren.

Gemeinschaftsgärten in Wien

In Wien gibt es in fast jedem Bezirk einen Gemeinschaftsgarten. Manchmal sind es richtige Gärten mit normalen Beeten. Manchmal teilt man sich ein Hochbeet mit einer anderen Familie und bepflanzt es nach eigenen Wünschen. Oft sind sie eingezäunt. Immer öfter sieht man auch Hochbeete am Rande von Parkanlagen und anderen Grünflächen, die praktisch für jeden zugänglich sind. Organisiert wird so ein Gemeinschaftsgarten meistens in Form eines Vereins. Man bezahlt einen jährlichen Mitgliedsbeitrag und beteiligt sich an Entscheidungen und Arbeiten, die alle betreffen.

Meine Erfahrungen mit Gemeinschaftsgärten

Ich habe eine Saison lang in einem Gemeinschaftsgarten in Wien gegärtnert. Der Garten bestand jedoch schon viele Jahre zuvor und ich bekam kein Hochbeet, sondern eine kleine Fläche, die zuvor noch nicht zum Anbauen genutzt wurde. Die Bedingungen zum Anbauen von Gemüse waren dort nicht so gut, wie sie in einem Hochbeet gewesen wären. Außerdem fanden in den Sommermonaten im Garten regelmäßig große Veranstaltungen mit Gastronomie und zahlreichen Besuchern statt, weshalb ich mich dann dort nicht mehr ganz so wohlfühlte. Dieser Garten, der auch kommerziell genutzt wurde, ist jedoch ein Sonderfall und nicht mit einem klassischen Gemeinschaftsgarten zu vergleichen.

Rechnet sich ein Hochbeet im Gemeinschaftsgarten?

Die Chance auf ein Hochbeet hätte ich vor ein paar Jahren unweit meiner Wohnung gehabt. In einem Park wurden neue Hochbeete errichtet und über die Bezirksverwaltung angeboten. Jedoch wäre der Mitgliedsbeitrag für ein kleines Hochbeet rund 90 Euro pro Jahr gewesen, was mir dann doch zu teuer war. Denn für 115 Euro pro Saison habe ich damals eine 40 Quadratmeter große Selbsternteparzelle inklusive Gemüsepflanzen und automatischer Bewässerung bekommen. Da entschied ich mich dann doch lieber für das Feld am Stadtrand, um Kürbisse, Zucchini, Gurken, Rüben sowie Paprika, Erbsen, Salat anzubauen.

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