Mit einer Selbsternteparzelle zum urbanen Selbstversorger werden

Eigentlich sind diese Selbsternteparzellen ein wahrer Geheimtipp. Wer gerne Gemüse anbaut und in der Stadt lebt, jedoch keinen eigenen Garten besitzt, sollte sich unbedingt eine Selbsternteparzelle zulegen. Dort wartet zwar viel schweißtreibende Arbeit, aber auch jede Menge Bio-Gemüse auf dich!

Auf 45 Quadratmeter viele verschiedene Gemüsesorten anbauen

Selbsternteparzellen gibt es in vielen Städten, meist auch von verschiedenen Anbietern. Überall gibt es unterschiedliche Bedingungen und Regeln. Bei meinem Lieblingslandwirt, der so einen Pflückgarten anbietet, kostet die 45-Quadratmeter-Parzelle aktuell 215 Euro. Er baut das Gemüse an und als Pächterin pflege ich die Pflanzen und ernte das Gemüse, sobald es reif ist.

Die Saison dauert von Mai bis Oktober. Es wird ausschließlich Gemüse in Bio-Qualität angebaut. Aus diesem Grund darf dort auch kein anderes Saatgut ausgestreut werden, da sonst der Landwirt seine Bio-Zertifizierung verlieren würde. Wer nachsäen will, muss also die Samen beim Bauern kaufen. Der Landwirt pflanzt zwischen 15 und 20 verschiedene Kulturen an, wie beispielsweise:

  • Paprika
  • Tomaten
  • Pastinaken
  • Petersilie
  • Mangold
  • Fisolen
  • Rote Rüben
  • Gelbe Rüben
  • Zucchini
  • Kürbisse
  • Gurken
  • Spinat
  • Karotten
  • Zwiebeln
  • Kartoffeln
  • Salat
  • Melanzani
  • Dille

Übrigens: Dort, wo ich mein Feld habe, wird sogar bewässert. Das bedeutet, dass ich im Hochsommer nicht jeden Tag dorthin fahren muss, um die Ernte zu retten. Ich hatte aber schon einmal ein Feld bei einer anderen Anbieterin. Das Feld war viel näher zu meiner Wohnung gelegen, weshalb ich dort gerne langfristig gegärtnert hätte. Ich musste allerdings selbst gießen und das Feld war viel kleiner und teurer, weshalb ich nun wieder und sehr gerne den längeren Weg auf mich nehme.

Die Vorteile einer Selbsternteparzelle

Wer sich gerne gesund ernährt und das Essen am liebsten frisch vom Feld bekommt, ist mit einer Selbsternteparzelle auf jeden Fall bestens beraten. So ein Gemüsefeld bietet aber noch viele weitere Vorteile:

  1. Das Bio-Gemüse ist vergleichsweise billig (215 Euro für ein Jahr)
  2. Kinder lernen, wo das essen herkommt und können Zeit in der Natur verbringen
  3. Die Ernte fällt so üppig aus, dass eine Vorratshaltung möglich ist
  4. Viele Gemüsesorten, wie Kartoffeln, lassen sich im Keller lagern
  5. Frisches Gemüse schmeckt super, das finden sogar die Kinder
  6. Das Feld ist eine kostengünstige Alternative zum eigenen Garten
  7. Man erhält zugleich einen Rückzugsort, wo man nach getaner Arbeit jausnen und verweilen kann
  8. In Zeiten vor Corona fanden manchmal gesellige Feste am Hof statt (vielleicht kommen diese ja wieder)
  9. Im Hofladen des Bauern bekommt man alles, was es am Feld nicht gibt
  10. Unsere Selbsternteparzelle ist mit dem Fahrrad erreichbar und wunderschön gelegen!

Für den Fall, dass dir dein Balkon für die urbane Selbstversorgung zu klein ist, kann ich dir eine Selbsternteparzelle nur wärmstens empfehlen!

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