Das Schneeglöckchen im Topf für Wohnung und Balkon

Das Schneeglöckchen kennt wahrscheinlich jedes Kind. Die Staude gilt als der erster Frühlingsbote. Denn sobald die Knospen die Schneedecke durchbrechen, beginnt dieser meist auch schon zu schmelzen. Im Wald, an Wegesrändern und sogar bei uns in den Vorgärten auf der Hauptstraße wächst das weiße, zarte Blümchen. Wer nicht vor die Haustüre gehen will, zieht das Schneeglöckchen einfach im Topf.

Der richtige Standort im Topf

Schneeglöckchen benötigen nicht viel Platz und können genauso wie die Christrose und das Hornveilchen prima im Topf gezogen werden. Als Standort eignet sich nicht nur ein schattiges bis halbschattiges Plätzchen am Balkon, sondern auch eines in der Wohnung. Vermeide es, die Topfpflanze in die pralle Sonne zu stellen. Denn dort vertrocknet es gar zu schnell.

Das Schneeglöckchen einpflanzen

Glücklicherweise benötigst du keinen großen Topf für das Schneeglöckchen. Er sollte aber zumindest viermal so hoch sein, wie die Blumenzwiebeln der Pflanze. Lege Kieselsteine oder Tonscherben in den Topf, um Staunässe vorzubeugen. Verteile dann über dieser Drainage eine Schicht Erde. Pflanze die Blumenzwiebeln so ein, dass darüber noch eine etwa fünf Zentimeter dicke Schicht Erde passt. In ein Pflanzloch kannst du bis zu fünf Zwiebeln legen. Achte nur darauf, dass die Spitze der Zwiebel nach oben schaut.

Idealerweise pflanzt du das Schneeglöckchen zur gleichen Zeit wie Krokusse und Narzissen ein, also im Herbst. Du kannst aber auch jetzt noch vorgezogene Schneeglöckchen im Gartenfachhandel kaufen und einpflanzen.

Die Staude als Heilpflanze

Das Schneeglöckchen ist leicht giftig. Deshalb solltest du es nicht als Heilpflanze nutzen. Die Pflanze enthält aber Galantamin, ein Inhaltsstoff, der in der Medizin gegen das Fortschreiten der Alzheimer-Krankheit verwendet wird. Denn er soll die Leistung des Gehirns verbessern. In der Bachblütentherapie kommt das Schneeglöckchen ebenfalls zum Einsatz.

Das Schneeglöckchen im Volksglauben

Früher gab es einen Brauch, bei dem das unter den Namen „Lichtmess-Glöckchen“, „Schönes Februar-Mädchen“ und „Weiße Jungfrau“ bekannte Schneeglöckchen an Mariä Lichtmess auf den Altar gelegt, da es für Reinheit und Jungfräulichkeit steht.

Außerdem dachte man früher, dass man sich mit dem ersten Schneeglöckchen, dass man im Frühjahr erblickt, die Augen auswischen soll. Dies sollte jede Krankheit abwenden und bewirken, dass man das ganze Jahr über gesund bleibt.

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