Prunkwinde am Balkon – für eine einmalige Blütenpracht am frühen Morgen

Die Prunkwinde, Trichterwinde oder Morning Glory, wie sie gerne auch genannt wird, ist neben der Clematis eine meiner liebsten Rankblumen am Balkon. Sie ist überaus unkompliziert im Anbau und verwöhnt wie Hornveilchen mein gärtnerisches Balkonauge mit wunderbar zart blühenden Blüten in verschiedenen Farben. Für mich gibt es nichts Schöneres, als im Frühsommer am Morgen auf den Balkon zu spazieren, die Ruhe bei einer Tasse Kaffee zu genießen und den Blüten beim sich Öffnen zuzusehen.

Herkunft und Vorkommen

Die Trichterwinde stammt ursprünglich aus Mittelamerika und Mexiko. Die Samen der „Badoh Negro“ – wie die Pflanze in ihrer Herkunftsregion genannt wird – wurden einst von den Azteken als Halluzinogene verwendet.

Heute wächst die Prunkwinde, die zur Familie der Windengewächse zählt, nicht nur in vielen heimischen Gärten. Oft findet man sie auch entlang von Bahnstecken und an Zäunen mitten in der Stadt. Das liegt sicherlich daran, dass sich die Prunkwinde durch das Ausstreuen der Samen nach der Blüte selbst vermehrt und sie relativ unkompliziert zu wachsen beginnt. Das einzige, was die Trichterwinde benötigt, ist ein Rankgitter, Stäbe, Schnüre oder benachbarte Pflanzen, um sich daran hochzuwinden.

Direktsaat oder Vorzucht?

Grundsätzlich kannst du die Samen der Prunkwinde einfach im April in die Erde stecken und ihr beim Wachsen zusehen. So habe ich es jedenfalls in den vergangenen Jahren immer gemacht. Da ich aber gerne etwas früher in den Genuss der herrlich schönen Blüten kommen möchte, habe ich beschlossen, sie dieses Jahr in meinem Mini-Gewächshaus vorzuziehen. Schon nach wenigen Tagen kamen die Keimlinge zum Vorschein und bald benötige ich Stäbchen, um den Pflanzen ein erstes Rankgerüst anbieten zu können.

Laut Angaben des Samenherstellers benötigt eine Trichterwinde einen Pflanzenabstand von 40 Zentimetern. Ich habe die Prunkwinde aber auch schon erfolgreich in winzigen Reissäckchen angebaut und sie sind trotzdem meterhoch gewachsen. Lediglich das Gießen gestaltet sich dadurch aufwändiger, da die Erde in kleinen Gefäßen einfach schneller austrocknet.

Wunderschöne Blüten am Morgen

Die Morning Glory hat übrigens nicht umsonst diesen Namen erhalten. Denn die trichterförmigen Blüten winden sich immer morgens auf und sind zu Mittag meist wieder verblüht. Je nach Sorte blühen sie jeden Tag in verschiedenen Farben und halten dadurch für den Betrachter eine visuelle Überraschung bereit.

Da die Trichterwinde rankt und wirklich absolut unkompliziert im Anbau ist, kann ich sie als Balkonverschönerung wie Kapuzinerkresse nur wärmstens empfehlen!

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