Den Ackerschachtelhalm als Heilkraut und essbare Wildpflanze sammeln

Der Ackerschachtelhalm ist überaus vielseitig. Du kannst alle Triebe wie Gemüse zubereiten und verzehren. Die grünen Triebe eignen sich für die Anwendung als Heilkraut. Und die Inhaltsstoffe helfen beim Putzen und Beseitigen von Schädlingen im Garten.

Die Wildpflanze erkennen

Der März ist ein guter Monat, um sich auf die Suche nach essbaren Wildkräutern zu machen. Wenn du beim Veilchen, Taubnesseln und Bärlauch sammeln bist, dann halte doch gleich Ausschau nach dem Ackerschachtelhalm. Er wächst auf Wiesen, unter Hecken und am Rande von Wäldern. Du erkennst die Wildpflanze an den folgenden Merkmalen:

  • Die Pflanze ist grün und verästelt
  • Die Wuchshöhe beträgt 10 bis 15 cm
  • Der Ackerschachtelhalm besitzt drei- bis fünfkantige Äste
  • Der Stiel ist gefurcht
  • Der Ackerschachtelhalm ist geruchslos

Die ersten hellbraunen Sprossen sind astlos und erinnern ein wenig an einen Pilz. Nach dem Verwelken dieser Sprossen sprießen grüne Sprossen, die sich für den Einsatz als Heilkraut eignen.

Der Ackerschachtelhalm wächst vom Frühjahr bis in den Herbst hinein. Essbar sind die grünen und die braunen Triebe sowie die Wurzeln. Sei beim Sammeln jedoch vorsichtig. Denn der Ackerschachtelhalm hat einen giftigen Doppelgänger, den Sumpfschachtelhalm. Dieser wächst an feuchten Orten. Informiere dich gut über die Gemeinsamkeiten und Unterschiede der beiden Pflanzen, damit du sicher voneinander unterscheiden kannst.

Der Ackerschachtelhalm ist essbar

Grundsätzlich lassen sich die grünen, die braunen und die Sporentriebe vom Ackerschachtelhalm essen. Bereite sie wie Spargel oder Pilze zu, iss sie roh im Salat oder dünste die Triebe wie Gemüse. Du kannst die Triebe aber auch einlegen und später verspeisen. Manche Wildkräutersammler genießen sogar die Wurzeln vom Ackerschachtelhalm und bereiten sie wie Gemüse zu.

Von den Inhaltsstoffen des Ackerschachtelhalms profitierst du auch, wenn du die Triebe in den Smoothie wirfst. Das Wildkraut ist reich an Mineralstoffen. Kieselsäure ist am meisten enthalten, die positiv auf die Gesundheit von Haut und Haar wirkt.

Das Wildkraut als Heilpflanze sammeln

Den grünen Trieben vom Ackerschachtelhalm werden eine blutstillende und gewebestärkende Wirkung nachgesagt. Die Heilpflanze wird gegen Blasen- und Nierenleiden, Wunden und Entzündungen eingesetzt und gilt deshalb auch als Frauenkraut. Des Weiteren helfen die Inhaltsstoffe bei Problemen mit brüchigem Haar und Nägel. Die Heilwirkung des Krauts kommt in Form von Tee und Tinkturen zur Anwendung.

Wofür du den Ackerschachtelhalm noch verwenden kannst

Aufgrund des hohen Kieselsäuregehalts wurde in früheren Zeiten der Ackerschachtelhalm zum Putzen von Zinntöpfen eingesetzt, weshalb er auch Zinnkraut genannt wird.

Das Zinnkraut ist aber auch eine hervorragende Zutat für ein selbst hergestelltes Pflanzenschutzmittel. Setze das Kraut in Wasser an und besprühe damit von Milben und Pilzen befallene Pflanzen im Garten oder auf dem Balkon.

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