Die Feuerbohne – toller Sichtschutz mit essbaren Blüten und Früchten

Unlängst bin ich beim Schmökern von Gartenlektüre auf eine spannende Pflanze gestoßen: die Feuerbohne! Die Käferbohne, wie sie in Österreich genannt wird, eignet sich prima für den Anbau auf dem Balkon. Sie wächst als Rankpflanze meterhoch und bringt gleichzeitig ein dichtes Blattwerk hervor. Aber noch viel spannender ist, dass du die Hülsen als Schoten und die ausgereiften Bohnen gekocht essen kannst. Die Bohnen lassen sich leicht trocknen, sodass du deinen Überschuss für später im Vorratsschrank aufbewahren kannst.

Die Feuerbohne vorziehen oder direkt aussäen

Die Käferbohne finde ich fast genauso spannend wie Hopfen. Denn sie bringt feuerrote Blüten hervor, was die Pflanze überaus dekorativ macht. Zudem wächst sie schnell nach oben und bietet dir Schutz vor Sonne und neugierigen Augen. Während du mit der Vorzucht von Tomaten und Erdkirschen schon im März beginnen solltest, kannst du den April dazu nutzen, die Feuerbohne in Töpfen vorzuziehen. Lege dafür in ein etwa drei Zentimeter tiefes Loch drei bis fünf Saatbohnen mit der Narbe nach oben hinein und halte die Erde schön feucht. Falls du die Samen vorher in Wasser quellen lässt, kannst du den Keimprozess sogar beschleunigen. Stelle den Anzuchttopf dann an einen warmen und hellen Fensterplatz und ziehe deine Jungpflanze heran.

Ab Mitte Mai kannst du die Feuerbohne langsam an das Sonnenlicht im Freien gewöhnen, indem du den Topf tagsüber auf den Balkon stellst. Pflanze dann die Jungpflanze gegen Ende Mai in ein tiefes Pflanzengefäß mit Rankgerüst. Schon nach wenigen Wochen wird die Feuerbohne ihre Größe vervielfachen und Blüten ausbilden. Übrigen: Falls du den Termin für die Vorzucht verpasst hast, kannst du Käferbohne auch einfach direkt aussäen, jedoch nicht vor den Eisheiligen, sondern besser gegen Ende Mai.

Feuerbohnen richtig zubereiten und haltbar machen

Die Erntezeit beginnt Anfang Juli und kann, je nachdem, wie intensiv du erntest, bis zum ersten Frost verlaufen. Denn durch das Ernten der Hülsenfrüchte wird die Fruchtbildung angeregt und du erhältst einen höheren Ertrag.

Du kannst die grünen Hülsenschoten wie Gemüse zubereiten oder du wartest, bis die Feuerbohnen vollends ausgereift sind. Ernte sie erst dann, wenn sie schon beginnen, leicht zu vertrocknen. Dann hast du die vollfleischigen Käferbohnen, die sich für die verschiedensten Bohnengerichte und Salate eignen. Aber Vorsicht: Feuerbohnen sind in rohem Zustand giftig! Sie eignen sich also nicht als Naschgemüse für Kinder. Du musst sie kochen, damit die Früchte die giftigen Inhaltsstoffe verlieren. Die Blüten sind ungiftig und essbar und eignen sich prima als Dekoration für einen Bohneneintopf.

Wenn du deine Feuerbohnen konservieren möchtest, dann besteht die Möglichkeit, sie frisch einzufrieren. Oder du lässt sie trocknen. Schäle dafür die ausgereiften Bohnen aus den Hülsen, verteile sie auf ein Backblech oder ein Tablett und lass sie in einem dunklen, trockenen und warmen Zimmer für etwa 14 Tage lang trocknen.

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