Flieder – bald duftet es überall herrlich süß!

Beim Spaziergang durch den Park habe ich schon die ersten Blütendolden Flieder entdeckt. Ich kann ihn schon förmlich riechen, wenn sich der süße Duft der Blüten in meiner Wohnung ausbreitet. Denn ohne Fliedersträuße daheim darf einfach kein Mai vergehen. In diesem Beitrag verrate ich dir mehr über die bewährte Heilpflanze, die du zu Tee, Sirup oder Gelee zubereiten kannst.

Flieder für heilsame Anwendungen

Flieder ist ein Strauch, der betörend duftende Blüten in weißer über rosa bis lila und dunkel-violetter Farbe hervorbringt und bereits im 16. Jahrhundert Einzug in europäische Gärten und Parkanlagen hielt. Der leicht giftige Flieder enthält das bitter schmeckende Glykosid Syringin. Dieser Inhaltsstoff, der vorwiegend in Rinde und Blättern enthalten ist, wird seit dem Ende des 19. Jahrhundert isoliert, um es gegen einen hohen Blutzuckerspiegel einzusetzen.

Ein Tee aus den Blüten soll den gesamten Verdauungstrakt stärken. Für einen fiebersenkenden Tee wird empfohlen, einen Aufguss aus der Rinde oder den Blättern zuzubereiten. Er schmeckt aber stark bitter, weshalb du ihn süßen oder mit anderen Kräutern mischen solltest. Im Badewasser soll der Tee außerdem rheumatische Beschwerden lindern.

Den giftigen Flieder essen?

Umso bitterer, desto giftiger! Das gilt vor allem beim Verzehr von Flieder. Schmecken die Blüten kaum bitter, kannst du ein Gelee, ähnlich wie Löwenzahnhonig, zubereiten. Oder du stellst einen Fliederblütensirup daraus her.

Die Zubereitung funktioniert wie beim Holunderblütensirup. Du benötigst 15 Blütendolden, 1 Kg Kristallzucker und eine in Scheiben geschnittene, unbehandelte Zitrone.

  • Lege die ungewaschenen, entstielten Fliederblüten in einen Topf
  • Füge den Kristallzucker und die Zitronenscheiben hinzu
  • Übergieße das ganze mit einem Liter kochenden Wasser
  • Rühre vorsichtig um und decke den Topf zu
  • Lass den Sirup etwa zwei Tage lang ziehen
  • Rühre zwischenzeitlich um
  • Siebe den Sirup anschließend durch ein Tuch ab
  • Koche ihn fünf Minuten lang ab
  • Fülle ihn noch heiß in sterilisierte Schraubflaschen ab

[Werbung in eigener Sache] Mehr über das Sammeln und Verarbeiten von essbaren Wildpflanzen findest du in meinem Buch „Wildkräuter für Grünlinge: Jeden Monat eine essbare Wildpflanze kennenlernen – inklusive Rezepte“.

ABONNIERE DEN NEWSLETTER: Sobald ein neuer Blogbeitrag erscheint, erfährst du es sofort!

Hinterlasse ein Kommentar: