Im Mai ist Saisonbeginn für Pflückgärtner

Vergangenen Samstag fand die Übergabe der Selbsternteparzelle beim Haschahof statt. Jetzt heißt es wieder Unkraut zupfen, Pflanzen pflegen und ernten, was das Zeug hält. Als Belohnung gibt es viel frisches Gemüse in Bioqualität. Ich hoffe, ich schaffe es dieses Jahr, möglichst viel davon für die kalte Jahreszeit haltbar zu machen.

Selbsternteparzelle – Selbstversorgung günstig & Bio

Es ist schon ein paar Jahre her, als ich Konsumentin einer Gemüsekiste war. Bio und regional war mir wichtig. Da der Anbieter jedoch immer dreister mit den Preisen wurde und mir immer weniger Abwechslung in der Kiste bot, entschied ich mich damals dazu, mein Gemüse selber anzubauen. Auf der Suche nach einem Acker kam ich zum Haschahof, ein Bauernhof, der Pflückgärten anbietet.

Konditionen vom Pflückgarten

Beim Haschahof bekommst du für einen Saisonbeitrag von derzeit 214 Euro eine 45 Quadratmeter große Parzelle auf einem Acker, der vom Landwirt bepflanzt und bewässert wird. Alles, was du tun musst, ist regelmäßig zum Feld fahren, das Unkraut zupfen, Pflanzen vereinzeln, Tomaten hochbinden und gelegentlich jene Pflanzen mit einem hohen Wasserbedarf zusätzlich gießen. Angebaut wird diesmal:

  • Paprika
  • Tomaten
  • Gelbe Rüben
  • Lauch
  • Fisolen
  • Mangold
  • Petersil
  • Rote Rüben
  • Gurken
  • Kürbis
  • Zucchini
  • Zwiebel
  • Karotten
  • Kohlrabi
  • Knollenfenchel
  • Radieschen
  • Zuckererbsen
  • Salat
  • Pastinaken
  • Kartoffeln

Pflegen und ernten

Meistens kannst du den ersten Salat und frühe Erbse schon Ende Mai oder Anfang Juni ernten. Spätestens im Juli geht es meistens voll ab auf dem Feld. Als Pflückgärtner musst du dich dann daran gewöhnen, das Gemüse kiloweise nachhause zu tragen. Natürlich ist der Ernteertrag immer vom Wetter und von deinem Engagement abhängig. Jedes Jahr ist anders.

Verspeisen und haltbar machen

Überlege dir im Vorfeld, was du mit dem Gemüse alles anstellen kannst. Probiere neue Gemüsegerichte aus und beschäftige dich mit verschiedenen Lager- und Konservierungsmethoden, um mit der Menge zurechtzukommen, die du mit nach Hause bringst. Insbesondere die Mangold- und Zucchiniernte fällt immer sehr üppig aus. Irgendwann mag dann niemand mehr Gerichte mit Zucchini und Mangold essen.

Die Gurken vom Balkon sind ein richtiges Naschgemüse, die ich immer sofortverspeise. Die Gurken von der Selbsternteparzelle hingegen sind so mächtig, dass ich sie zu wirklich köstlichen Gurkensalat einkoche. So zubereitet und konserviert kann ich sie auch noch im Winter verspeisen.

Kartoffeln beispielsweise kannst du prima im Keller lagern. Und das solltest du auch. Denn im Gegensatz zur Kartoffelernte auf dem Balkon ist die Menge von der Selbsternteparzelle wirklich für die Selbstversorgung geeignet.

Happy Gardening auf dem Acker!

Falls du gerne gutes und frisches Gemüse in Bioqualität isst, kann ich dir nur sehr zu einer Selbsternteparzelle raten. Vielleicht gibt es ja auch einen Anbieter in deiner Stadt!

Schaue den Pflanzen beim Wachsen zu, genieße das in der Erde buddeln, sowie die herrliche Ruhe auf dem Feld und ernte, was du selbst großgezogen hast. Die Saison dauert beim Haschahof vom 1. Mai bis 31. Oktober.

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