Wohlriechendes Labkraut für die Waldmeisterbowle sammeln

Wer beim Spaziergang durch den Wald einen eigentümlichen Duft wahrnimmt, geht vielleicht gerade an Waldmeister vorbei. Die Heilpflanze mit ihren vielen verschiedenen Namen und wirkt nicht nur gegen Migräne, sondern ist die Zutat für die berühmte Maibowle. Woran Du Waldmeister erkennst und wie du daraus eine Bowle ansetzt, verrate ich dir in diesem Beitrag.

Maiblume, Waldmutterkraut oder Mösch?

Falls Du gerade dabei bist, Echtes Seifenkraut oder ein anderes Wildkraut zu sammeln, halte doch gleich Ausschau nach Waldmeister. Waldmeister ist sehr leicht  an seinem vierkantigen Stängel sowie an den sechs bis acht in Quirlen stehenden Blättern zu erkennen. Das Wildkraut wächst in lichten Laubwäldern und bringt im Mai und Juni seine kleinen, weißen Blüten hervor. Wenn das Wohlriechende Labkraut blüht, kannst du es sammeln und daraus eine Waldmeisterbowle zubereiten.

Waldmeister enthält Cumarin, das eine leicht beschwingende Wirkung entfaltet und gegen Kopfschmerzen wirkt. Aber Vorsicht! Zu viel davon kann Kopfschmerzen hervorrufen. Als Heilkraut wird dem Waldmeister außerdem eine blutreinigende, krampflösende, schweißtreibende und gefäßstärkende Wirkung nachgesagt.

Ernten, wenn der Waldmeister blüht

Waldmeister kannst du trocknen lassen, um daraus einen Tee zuzubereiten. Oder du verwendest ihn frisch für die Waldmeisterbowle. Die Blütezeit von Mai bis Juni ist zugleich der beste Sammelzeitpunkt, da man das blühende Kraut verwendet.

Für die Waldmeisterbowle benötigst du neben einer Handvoll frischem Kraut auch zwei Flaschen Weißwein, eine Flasche Sekt, drei bis vier EL Holunderblütensirup, Fliedersirup oder Honig sowie 250 Gramm Beeren.

Waldmeisterbowle ansetzen

Lege den Waldmeister in eine große Schüssel, gib den Sirup oder den Honig dazu und gieße eine Flasche Weißwein hinein. Decke die Schüssel ab und lass alles über Nacht im Kühlschrank ziehen. Siebe am nächsten Tag das Kraut ab und gib die restlichen Zutaten hinzu. Waldmeisterbowle ist das ideale Getränk, um die ersten warmen Sommertage im Garten gebührend zu feiern.

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