Litha – wenn die Kraft der Sonne am stärksten ist

Kommenden Montag ist Sommersonnenwende! Dann hat die Sonne ihren Zenit erreicht, die Tage danach werden wieder kürzer. Die kürzeste Nacht im Jahr wird in vielen Regionen mit einem ordentlichen Feuer zelebriert. Beim Litha- oder Sonnwendfest geht es um Fruchtbarkeit, Fülle und die schöpferische Kraft der Natur. Zu dieser Zeit ist die heilsame Wirkung der Heilpflanzen am stärksten.

Endlich ist der Sommer da!

Zum Mittsommer, in Schweden auch Midsommar genannt, ist die Fülle in der Natur am besten zu erkennen. Überall blüht und gedeiht es. Die ersten Früchte und das Gemüse auf dem Feld werden langsam reif. Endlich dürfen wir in Sandalen durch die Gegend latschen und abends ohne Jacke auf dem Balkon sitzen. Wie wäre es mit einem kleinen Grillfest auf dem Balkon?

Litha zelebrieren

Die Sommersonnenwende wurde schon von den alten Kelten gefeiert. Und auch heute noch wird insbesondere am Land und im Alpenraum ein großes Sonnwendfeuer entzündet, welche die Kraft der Sonne symbolisiert. Heilkräuter werden gesammelt und zu Kränzen gebunden, um sie zum Schutz vor bösen Geistern an Haus und Hof zu hängen.

Gelb blühendes sammeln

Falls du auch einen Kräuterkranz oder ein Kräuterbüschel zur Feier des Mittsommers binden möchtest, dann mache Dich auf den Weg und sammle vor allem gelb blühende Kräuter. Das Johanniskraut sollte dabei nicht fehlen. Sehr schön macht sich auch der Löwenzahn, die Königskerze und die Ringelblume sowie Beifuß.

Beifuß wurde früher gegen Unheil, Krankheiten und die „Mächte der Finsternis“ gesammelt. Ein alter Brauch ist, sich den Beifuß um die Hüfte zu hängen und damit über das Sonnwendfeuer zu springen. Danach wurde der Beifuß-Gürtel ins Feuer geworfen, damit dieses alle bösen und ungesunden Einflüsse verbrennt.

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