Mulchen auf dem Balkon – als Pflanzenschutz im Hochsommer ideal

Aktuell erleben wir hier in Wien die erste Hitzewelle im Jahr. Für meine Pflänzchen in den Balkonkisten und kleinen Töpfen bedeutet das Stress pur. Denn die Erde trocknet trotz zweimaligen Gießens am Tag gnadenlos aus. Zwar habe ich mir eine automatische Bewässerungsanlage zugelegt, die dieses Problem abschwächt. Auf das Mulchen mancher Topfpflanzen verzichte ich aber trotzdem nicht.

Was ist Mulchen überhaupt?

Ich dachte früher immer, dass es sich beim Mulch um ein Tier handelt. Tatsächlich stammt das Wort vom Mittelhochdeutschen „mul“ ab, was sowas wie „zerfallene Erde“ bedeutet. Als Mulchen wird der Vorgang bezeichnet, bei dem der Boden mit organischem Material (Mulch) bedeckt wird. Gemulcht wird im Garten sowie in Töpfen, um den Boden vor dem Austrocknen zu schützen und gleichzeitig – je nach Mulchmaterial – den Pflanzen Nährstoffe zu bieten, die durch den Mulch langsam der Erde abgegeben werden. Und im Winter werden die Pflanzenwurzeln durch die Mulchschicht vor Kälte geschützt.

Womit mulchen?

Zum Mulchen eignet sich allerlei Material, das du entweder in der Natur findest, oder im Fachhandel kaufen kannst. Zerkleinere beispielsweise Pflanzenschnitt, der auf dem Balkon anfällt oder sammle Gras oder Laub in der Natur. Oder du besorgst dir Stroh, Heu oder sogenannte Erdbeerwolle im Handel.

Hier ein Überblick über geeignete Mulchmaterialien:

  • Grasschnitt
  • Zerkleinerte Gartenabfälle
  • Laub
  • Rindenstücke
  • Wildkräuter wie Brennnessel
  • Stroh
  • Heu
  • Mulchvlies
  • Erdbeerwolle

Die Vorteile des Mulchens

  • Schutz vor Austrocknung der Erde und der Wurzeln (wie beispielsweise der Clematis)
  • Schutz vor Kälte
  • Du musst seltener gießen und hast weniger Arbeit
  • Unkraut wächst unter dem Mulch nicht so leicht nach
  • Mulchmaterial hält Schnecken und andere Schädlinge fern
  • Mulchen verbessert die Bodenqualität
  • Erdbeeren bleiben schön sauber und sind weniger anfällig für Krankheiten

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