Felsenbirnen wachsen oft ganz unbemerkt in Städten

Nach Waldmeister, Holunder und Johanniskraut wird es Zeit für das Sammeln von Felsenbirnen. Felsenbirnen enthalten viele Vitamine und Mineralstoffe und sind deshalb eine richtig gesunde Nascherei. Außerdem kannst du sie häufig in urbanen Parkanlagen und entlang von U-Bahnstationen entdecken.

Felsenbirnen entdecken

Felsenbirnen waren mir lange völlig unbekannt. Gezeigt wurden sie mir von einem wilden Obstsammler, den ich für meine Bachelorarbeit interviewte. Wir sammelten die Beeren gleich neben einer Wiener U-Bahnstation, wo sie völlig unbemerkt wuchsen. Ich finde, sie sind im Aussehen und dem Geschmack der Heidelbeere sehr ähnlich. Felsenbirnen gehören aber nicht zu den Heidekrautgewächsen, sondern zur Familie der Rosengewächse. Man kann die Beeren pflücken und sofort verspeisen.

Felsenbirnen wachsen auf Sträuchern

Die grünen Blätter der Felsenbirne sind oval und werden etwa 1,5 cm lang. Zu finden ist der Strauch vor allem in sonniger Lage, gerne an Steilhängen, aber eben auch mitten in der Stadt, da er seit Jahrhunderten als Zierpflanze in Parkanlagen kultiviert wird.

Felsenbirnen verspeisen

Felsenbirnen enthalten neben Zucker auch Vitamin-C, Kalzium, Kalium, Zink und Eisen. Die Kerne sollte man unzerkaut essen – also nicht in den Smoothie werfen – da diese wie Apfelkerne Blausäure enthalten. Wenn man sehr viele Felsenbirnen erntet und sie nicht gleich auf einen Sitz verspeisen kann, dann lohnt es sich, daraus Marmelade herzustellen.

Felsenbirnen-Marmelade-Rezept:

  • 200 Gramm Felsenbirnen
  • 200 Gramm Gelierzucker 1:1

Drehe zuerst die Früchte durch ein feines Sieb oder eine flotte Lotte, um die Kerne zu entfernen. Bereite anschließend die Marmelade laut Anleitung des Gelierzuckers zu. In der Regel werden die Zutaten miteinander vermischt und maximal zehn Minuten lang geköchelt. Fülle die Marmelade in sterilisierte Schraubgläser, schraube den Deckel darauf und stelle die Gläser auf den Deckel, bis alles gut abgekühlt ist.

[Werbung in eigener Sache] Mehr über das Sammeln und Verarbeiten von essbaren Wildpflanzen kannst du in meinem E-Book „Wildkräuter für Grünlinge“ nachlesen. Beeren, wie die Felsenbirne, sind übrigens ein prima Helfer beim Abnehmen. Für den Fall, dass du dich gerade für eine Diät interessiert, ist vielleicht mein Buch „Abnehmen nach der Schwangerschaft – mit Kalorien zählen und Hula-Hoop zum straffen Bauch“ etwas für dich.