Im Hochsommer wilde Brombeeren sammeln

Ich liebe Brombeeren! Sie erinnern mich an meine Kindheit, als meine Mutter mit uns Kindern Brombeeren sammeln ging, um daraus meine Geburtstagstorte zu backen. In diesem Jahr sind die wilden Brombeeren besonders saftig.

Brombeeren findet man häufig am Wegesrand

Brombeeren sammle ich gerne beim Spaziergang am Stadtrand von Wien. Meistens wachsen sie in Wäldern, an Wiesenrändern und entlang von Feldwegen. Ich halte schon im Winter Ausschau nach neuen Brombeer-Standorten, um dann im Sommer zum Pflücken wiederzukommen. Bei uns am Feld wachsen sie ebenfalls, was ich ziemlich praktisch finde.

Brombeeren sind leicht erkennbar

Wie Brombeeren aussehen, weiß bestimmt jeder. Die dornigen Sträucher werden bis zu drei Meter hoch. Verwechslungsgefahr gibt es maximal mit der Kratzbeere, die im Gegensatz zur Brombeere matt aussieht und fade schmeckt. Die Kratzbeere zu essen ist nicht gefährlich, da sie ebenfalls zur Art der Brombeere gehört. Sie schmeckt nur einfach nicht.

Nützlicher Brombeerstrauch

Von der Brombeere essbar sind die Blüten, die Blätter und die Beeren. Die Blätter kann man für Brombeerblätter-Tee trocknen und sie mit anderen getrockneten Blüten und Früchten mischen. Sie enthalten Vitamin C, Gerbstoffe, Pektin und Flavonoide. Die Beeren sind voller Eiweiß, Ballaststoffe, Kohlenhydrate sowie Magnesium, Calcium, Kalium, Eisen, Zink, Kupfer und vielen weiteren Mineralien und Vitaminen. Die Wirkstoffe der Brombeerblätter spielen gegen Ende der Schwangerschaft eine wichtige Rolle. Hebammen empfehlen Brombeerblätter-Tee häufig zur Geburtsvorbereitung, da er den Beckenboden und die Gebärmuttermuskulatur lockern kann und er auch als wehenfördernd gilt.

Brombeeren verarbeiten

Brombeeren schaffen bei uns den Weg bis nachhause meistens nicht. Denn sie werden einfach pur vernascht. Köstlich sind sie auch auf Torten, als Garnitur oder zur Creme verarbeitet. Ich kann mich noch gut an meine Geburtstagstorten erinnern, die mir meine Mutter jedes Jahr im August, nach einer gemeinsamen Sammeltour, zubereitete. Köstlich! Wer jedoch so viel davon findet, dass er nicht weiß, was er damit tun soll, dem kann ich das Einkochen als Marmelade empfehlen. Aufs Butterbrot geschmiert schmeckt die wilde Brombeere phänomenal gut. Und auf diese Art wird sie lange haltbar gemacht.

Brombeer-Marmelade-Rezept:

  • 200 Gramm Brombeeren
  • 200 Gramm Gelierzucker 1:1

Drehe die Früchte zuerst durch eine flotte Lotte oder ein feines Sieb, um die Kerne zu entfernen. Bereite danach die Marmelade laut Anleitung des Gelierzuckers zu. In der Regel werden die Zutaten miteinander vermischt und maximal zehn Minuten lang geköchelt. Fülle alles in sterilisierte Gläser, schraube sie zu und stelle sie auf den Deckel, bis alles ausgekühlt ist.

Übrigens: Wenn Du schon beim Sammeln von Brombeeren bist, kannst du auch gleich nach Felsenbirnen, Gänseblümchen und Johanniskraut suchen.

[Werbung in eigener Sache] Über meine Erfahrungen, die ich während meiner drei Schwangerschaften und Geburten sammeln konnte, berichte ich in meinem E-Book „Schwangerschaft und Hausgeburt mit Hebamme“. Mehr über das Sammeln und Verarbeiten von essbaren Wildpflanzen kannst du in meinem E-Book „Wildkräuter für Grünlinge“ nachlesen.