Abschließende Impressionen vom Feld – Kartoffeln, Pastinaken und Lauch

Heute war letzter großer Erntetag auf der Selbsternteparzelle. Bewaffnet mit Spaten, Bollerwagen und jeder Menge Taschen musste ich feststellen, dass die Ernte nicht so üppig wie erwartet ausfiel. Spaß gemacht hat es trotzdem!

Auf der Suche nach Zucchini und Kürbis

Leider, den Zucchinipflanzen ist es offenbar nicht mehr warm genug. In den letzten drei Wochen kam an den drei Pflanzen keine Zucchini mehr nach. Auch die Zeit von Kürbis ist bei uns am Feld vorbei. Wir konnten nur noch ein Mini-Exemplar ergattern. Dafür gab es eine schöne Portion Paprika. Daraus wird nächste Woche Letscho zubereitet.

Kartoffeln, Lauch und Pastinaken – früh geerntet ist besser als gestohlen

Da uns die Pastinaken im vergangenen Jahr aus dem Boden gestohlen wurden, wollten wir heuer nicht zu spät kommen. Eigentlich hätten wir mit der Ernte bis zum 31. Oktober Zeit gehabt. Die Sorge um das Gemüse am Feld war jedoch zu groß, als dass wir noch länger hätten zuwarten können.

Die Pastinaken waren schon richtig schön groß und reif. Beim Lauch wäre mit etwas Zeit noch mehr gegangen. Bei den Kartoffeln war es heute ganz klar zu früh. Das Kraut war noch grün und die Früchte in der Erde eher spärlich. Insgesamt 2,8 Kilogramm haben wir geerntet. Es wird für etwa drei Wochen reichen. Besser als gar nichts.

Aufessen, lagern, einfrieren

Ich hatte schon ein Jahr, in dem ich von der Kartoffelernte ein halbes Jahr lang zehren konnte. Damals habe ich die Knollen im Keller gelagert. Den Weg dorthin konnte ich mir heute sparen.

Da wir unmöglich alle Pastinaken und den Lauch zeitgerecht aufessen können, habe ich mich dazu entschieden, den Großteil haltbar zu machen. Pastinaken und Lauch wurden gut gewaschen, geputzt, in kleine Stücke geschnitten und eingefroren. So kann ich jederzeit das bereits vorbereitete Gemüse zum Kochen verwenden.

Zum Schluss ein Meer aus Feldblüten

Im kommenden Jahr werde ich mit dem Gemüseanbau auf der Selbsternteparzelle pausieren und mich mehr auf den Gemüseanbau auf dem Balkon konzentrieren. Das hat mehrere Gründe:

Leider war der Anbau- und Ernteerfolg auf diesem Feld nicht so prickelnd. Wir hatten mit Kartoffelkäfern, Wanzen auf Tomaten, unzähligen Schnecken, dem Unkraut der Feldnachbarn und einer schlechten, teils fehlenden Aussaat durch den Landwirten zu tun. Der Spaß an der Sache war dadurch schon etwas getrübt.

P.S. Heute habe ich übrigens Saatgut für die kommende Balkongartensaison bestellt: Kürbis, Zucchini, Gurke und Sonnenblume – darauf freue ich mich schon sehr! Rosmarin und Salbei waren wieder reif zum Ernten.

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2 Gedanken zu „Abschließende Impressionen vom Feld – Kartoffeln, Pastinaken und Lauch

  1. Liebe Brigitte, danke für Deinen Erfahrungsbericht. Ich liebäugel ja auch mit einem kleinen Acker – vielleicht etwas blauäugig. Bin mal gespannt, welche Erfahrungen ich sammell werde, wenn es soweit ist. Habe am Wochenende mal unseren Bürgermeister angehauen, ob er nicht ein kleines Stück Land weiß. Mal sehen was drauß wird. Liebe Grüße, Susanne

    1. Hallo liebe Susanne! Ein eigener Acker hört sich fantastisch an. Vor allem steht es Dir dann vollkommen frei, was Du darauf anbaust. Mir haben beispielsweise Beeren gefehlt. Ich drücke Dir jedenfalls die Daumen, dass du den Acker bekommst. Viele Grüße, Brigitte

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