Im Oktober Wildbirnen sammeln

Auf das Sammeln von Wildbirnen bin ich vor Jahren ganz zufällig gestoßen. Zu erkennen sind Birnbäume ja relativ leicht. In Wien darf man sie an öffentlichen Plätzen pflücken. Leider sind meine „Geheimplätze“ mittlerweile nicht mehr ganz so geheim, sodass ich nur noch mit Glück und zur rechten Zeit an wilde Birnen komme.

Birnen wild sammeln, anstatt kaufen!

Die Wildbirne ist die Urform der gezüchteten Birnensorten, die es im Handel zu kaufen gibt. In Wien kenne ich gleich mehrere Plätze, wo Wildbirnen wachsen. Zu finden sind sie meistens an trockenen Hängen und Wiesen, auch unweit von Waldgebieten. Die Frucht erkennt wahrscheinlich jeder. Jedoch kannst du schon im Frühjahr nach den Birnbäumen Ausschau halten, die du an den rein-weißen Blüten erkennst.

Die Wildbirne – schmackhaft und nahrhaft

Die Wildbirne enthält einige Vitamine und Mineralstoffe sowie Pektin und kann roh verzehrt werden. Oftmals schmeckt die wild gesammelte Frucht ein wenig holzig, weshalb du sie am besten zu Wildbirnenmus, Wildbirnenkompott oder Wildbirnenmarmelade verarbeitest.

Viele Möglichkeiten zur Verarbeitung und Konservierung

Hier ein paar Ideen dazu!

Wildbirnen-Mus:

  • 1 Kilogramm Wildbirnen
  • 1 Vanilleschote
  • 4 Esslöffel Wasser
  • 2 Esslöffel Zucker
  • 1 Zimtstange

Wasche, schäle, entkerne und würfle zuerst die Birnen und lass die Frucht mit den anderen Zutaten etwa 15 bis 20 Minuten lang köcheln. Entferne die Zimtstange und püriere den Rest. Fülle das Mus anschließend in sterilisierte Schraubgläser und verschließe sie sofort. Stelle die Gläser auf den Kopf und lass sie gut auskühlen.

Wildbirnen-Marmelade:

  • 250 Gramm Felsenbirnen
  • 250 Gramm Gelierzucker 1:1

Wasche, schäle, entkerne und würfle zuerst die Birnen. Bereite anschließend die Marmelade laut Anleitung des Gelierzuckers zu. In der Regel vermischt du die Birnen mit dem Zucker und lässt alles ein paar Minuten lang köcheln. Mache die Gelierprobe und fülle anschließend alles in Schraubgläser, die du dann gut verschließt und zum Abkühlen auf den Kopf stellst.

Wildbirnen-Sirup:

Falls du reichlich von den Wildbirnen gefunden hast und sie nicht lagern kannst oder willst, kannst du auch wirklich köstlichen Sirup daraus zubereiten. Mit Wasser verdünnt schmeckt der Wildbirnen-Sirup als Erfrischungsgetränk einfach phänomenal gut!

  • 500 Gramm Wildbirnen
  • 500 Milliliter Wasser
  • 500 Gramm Zucker
  • 10 Gramm Zitronensäure

Für die Zubereitung gibt es zwei praktische Methoden:

  1. Falls du einen Entsafter besitzt, entsafte die Birnen zuerst
  2. Ohne Entsafter werden die Birnen mit dem Wasser zuerst 5 Minuten lang geköchelt. Danach wird das ganze durch ein Sieb und ein Küchentuch mit einem Stück Küchenrolle darauf abgeseiht. Da Birnenmasse nun sehr heiß ist, nehme ich immer einen Kartoffelstampfer, um den Saft effektiv aus dem Küchentuch zu drücken.
  3. Lass im Anschluss den Sud (aus Methode 1 oder 2) mit dem Zucker und der Zitronensäure weitere 5 Minuten lang kochen.
  4. Zum Schluss musst du noch den Schaum abschöpfen
  5. Fülle den Sirup anschließend in sterilisierte Schraubflaschen und verschließe sie gut. Das Rezept ergibt etwa einen Liter Sirup.

Welche Wildpflanzen du im Oktober noch finden kannst

Jetzt, wo die Arbeit auf dem Acker vorbei ist und die Zeit auf dem Balkon weniger wird, widme ich mich gerne wieder mehr dem Sammeln von Wildpflanzen und Wildkräutern. Denn auch in der kalten Jahreszeit wächst so einiges, was du ernten kannst. Wenn du also schon in der Natur unterwegs bist, um Wildbirnen zu sammeln, kannst du auch gleich nach Edelkastanien, Brennnesseln, Quitten, Hagebutten und Sanddorn Ausschau halten. Ich wünsche dir jedenfalls viel Spaß beim Sammeln und Einkochen!

[Werbung in eigener Sache] Mehr über das Sammeln und Verarbeiten von essbaren Wildpflanzen kannst du in meinem E-Book „Wildkräuter für Grünlinge“ nachlesen.

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