Martinigansl & Laternenfest – und was das mit dem Gemüseanbau zu tun hat

Am 11. November wird alljährlich das Martinsfest gefeiert. Dazu gehört nicht nur das traditionelle „Ganslessen“, sondern auch der besinnliche Laternenumzug. Während sich die Großen am Gänsebraten erfreuen, sind die Kleinsten fleißig am Laterne basteln. Denn der Umzug am Abend ist ein echtes Highlight. Als Mensch ohne religiösen Bekenntnis wollte ich mehr über die Hintergründe des 11. Novembers erfahren. Und wie so oft gibt es auch eine Verbindung zum Gemüseanbau!

Wer war Martin?

Der Heilige Martin, der jedes Jahr am 11. November geehrt wird, wurde um 316 unserer Zeit geboren. Er war römischer Soldat, der angeblich seinen Mantel in zwei Teile schnitt, um einem frierenden Bettler zu helfen. Der Legende nach erschien ihm in der darauffolgenden Nacht der Bettler im Traum, der sich als Jesus Christus entpuppte. Deshalb ließ sich Martin taufen.

Warum wir jedes Jahr ein Ganslessen veranstalten

Warum am 11. November die Martinigans verspeist wird, hat zwei mögliche Gründe. Einer davon besagt, dass Martin nicht Bischof von Tours werden wollte und sich in einem Gänsestall vor seinen Befürwortern versteckte. Die Gänse aber fingen laut zu schnattern an und verrieten Martin in seinem Versteck, woraufhin er das Amt des Bischofs von Tours in Frankreich nicht ablehnen konnte. Als Strafe für die Verräter ließ er alle Gänse schlachten, braten und verspeisen.

Heilig gesprochen wurde Martin post mortem aufgrund seiner Wohltätigkeit gegenüber armen Menschen und Tieren (außer den Gänsen) sowie wegen seiner zahlreichen Wunder, die er angeblich vollbrachte.

Am 11. November sind es aber auch genau 40 Tage bis zur Wintersonnenwende am 21. Dezember. Früher wurde vor dem Weihnachtsfest gefastet. Es könnte natürlich auch sein, dass deshalb an diesem Tag noch schnell ein fetter Braten angerichtet und verzehrt wurde.

Laterne, Laterne,..

Am 11. November ist nicht nur Martinstag und Ganslessen, sondern auch Laternenfest. Heute wird dieses Fest gerne in Kindergruppen und Kindergärten veranstaltet, weil es den Kleinen einfach riesig viel Spaß und Lust auf Weihnachten und die dunkle Jahreszeit macht. Der traditionelle Laternenumzug könnte auf die Lichterprozessionen zurückgehen, die früher häufig veranstaltet wurden. Eine andere Tradition auf dem Land war aber auch, im November die abgeernteten Felder anzuzünden. Dies sollte den symbolischen Abschied vom Erntejahr darstellen und zugleich den Acker für das folgende Jahr fruchtbar machen. Auch Kinder zogen an diesem Tag mit Fackeln und Laternen aus ausgehöhlten Rüben durch die Straßen.

Sankt Martin – für mich ein stimmungsvoller und genussvoller Tag

Egal ob christlich oder nicht, das Ganslessen an Martin muss einfach sein und lässt mich schon darüber nachdenken, was wir an Weihnachten essen. Und der Laternenspaziergang durch den Park mit unserer Allerkleinsten macht einfach riesig Spaß! Deshalb, und weil der Tag mich schon auf die Weihnachtszeit einstimmt, zelebriere ich ihn genauso gerne, wie das weihnachtliche Dekorieren der Wohnung und das Aufstellen von Barbarazweigen am 4. Dezember!

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