Gedanken zum Jahresende – Zeit versus Geld

Zeit und Geld sind in unserer, von digitalen Medien geprägten und immer schneller werdenden Welt wichtige Faktoren. Viele Menschen leiden unter Stress, weil sie ihre Arbeit im Vollzeitmodus immer schneller verrichten müssen, um den Dienstgeber eine Nutzenmaximierung bieten zu können. Vollzeitbeschäftigte fühlen sich oftmals kaum imstande, in ihrer Freizeit noch ein Feld zu bestellen oder sich sonst wie selbst zu versorgen. Vielmehr dient das freie Wochenende dazu, sich von der Arbeit und vom Stress zu erholen, um die neue Woche wieder von vorne starten zu können.

Vielleicht geht es nicht jedem so, der einer 40-Stunden-Beschäftigung nachgeht. Mir ging es jedenfalls so. Denn oft blieb es nicht bei den 40 Stunden. Schlecht bezahlte Überstunden wurden gefordert und als das Geld nicht mehr reichte, musste ich auch noch einen zweiten Job annehmen. Erst durch die Karenz konnte ich wieder die Zeit und ihr Tempo wahrnehmen. Denn die Mutterschaft und kleine Kinder haben ihren ganz eigenen Rhythmus. Man kann die Kleinen nicht von einem Ort zum nächsten hetzen und auch als Schwangere muss Frau sich einfach mehr Zeit nehmen. Damals beschloss ich, nie wieder einem 40-Stunden-Job nachzugehen.

Klar, wer weniger arbeitet, hat auch weniger Geld zur Verfügung. Es kommt jedoch immer auch darauf an, wie viel Geld man wirklich braucht. Eine Buchempfehlung, die ich dir dazu von ganzem Herzen geben kann, ist „Anleitung zum Müßiggang“ von Tom Hodgkinson [unbezahlte Werbung] . Der Autor beschreibt auf sehr amüsante Weise, wie er sich vom gestressten Städter zum Müßiggänger entwickelte und warum er dies jedem Menschen empfiehlt. Hodgkinson ist der Meinung, dass man seine Ausgaben so gut wie geht minimieren und so viel wie möglich selber machen sollte. Er hat mein Leben in dieser Hinsicht jedenfalls beeinflusst.

Wer sich selbst versorgen kann, macht sich unabhängig. Wer mehr Zeit in die Selbstversorgung investiert, anstatt in Arbeit für andere, gewinnt damit nicht nur gute Nahrung, sondern auch Lebensqualität. Diese mir heilig gewordene Lebensqualität möchte ich als Stadtbewohnerin keinesfalls mehr missen.

In diesem Sinne wünsche ich dir und allen meinen Leserinnen und Lesern einen guten Rutsch und im neuen Jahr ein wunderbares, selbstbestimmtes und freies Leben!

[Werbung in eigener Sache] Über die verschiedenen Möglichkeiten urbaner Selbstversorgung erzähle ich in meinem E-Book „Selbstversorgung für Stadtbewohner“. Und mehr über das Sammeln und Verarbeiten von essbaren Wildpflanzen kannst du in meinem E-Book  „Nützliche Wildpflanzen rund ums Jahr“ erfahren.

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