Konservierte Kräuter im Winter genießen

Falls du gerne Wildkräuter sammelst oder selber Gewürzkräuter auf dem Balkon anbaust, lohnt es sich, sich mit den verschiedenen Konservierungsmethoden auseinanderzusetzen. Denn nach der Ernte kannst du die Kräuter auf verschiedene Arten haltbar machen, um sie für den Rest des Jahres zu genießen.

Kräuter trocknen

Die einfachste Methode zur Konservierung von Kräutern ist sicherlich das Trocknen. Wenn bei mir Rosmarin, Salbei, Thymian, Basilikum, Minze und Co. wuchern, hänge ich sie meistens einfach kopfüber bei mir in der Küche auf. Dort lasse ich die Kräuter trocknen und verstaue sie anschließend in Teeboxen. Später kann ich daraus Tee zubereiten, sie zum Würzen nutzen oder den Sud für ein Bad oder zum Gurgeln verwenden.

Kräuter einfrieren

Natürlich lassen sich die meisten Kräuter auch einfrieren. Jedoch lässt sich danach nicht so viel damit anstellen, da die Kräuter etwas matschig werden. Aus diesem Grund friere ich nur Kräuter ein, die ich später zum Kochen verwenden möchte, wie beispielsweise Dill oder Petersilie. Am liebsten verwende ich dafür kleine Schraubgläser. Aus diesen kannst du die benötigte Portion leichter herausnehmen. Zuvor wasche ich die Kräuter und schüttle sie gut aus bzw. betupfe sie mit einem Stück Küchenrolle, um sie möglichst trocken einzufrieren. Ich hacke sie auch gerne in die gewünschte Größe, damit sie später gleich einsatzbereit sind.

Kräuter ansetzen

Kräuter lassen sich auch sehr gut in Essig, Öl, Honig oder Alkohol ansetzen. Dafür legst du das Kraut oder eine Kräutermischung in ein sterilisiertes Schraubglas und füllst es mit der Flüssigkeit auf. Je nach Kraut und Flüssigkeit muss der Ansatz dann für ein paar Wochen entweder an einen dunklen oder sonnigen Ort und mit oder ohne Deckel angesetzt werden.

Johanniskraut setze ich beispielsweise immer in Öl an. Der Ansatz muss in die Sonne gestellt werden. Aus Spitzwegerich mache ich gerne einen Honig. In Alkohol setze beispielsweise Schwarzbeeren an. Den so gewonnen Schnaps samt Beeren nutze ich sehr effektiv gegen Darmverstimmungen. Alles, was du in Alkohol ansetzt, ist übrigens fast ewig haltbar. Vergiss auch nicht, die Aufbewahrungsgläser zu sterilisieren.

Kräutersalz und Kräuterbutter herstellen

Für Kräutersalz kannst du Kräuter aller Art nutzen, wie beispielsweise Salbei, Spitzwegerich, Thymian, aber auch Schafgarbe, Liebstöckel und Brennnessel. Hacke die ausgewählten Kräuter klein und vermische sie mit grobem Meersalz. Verteile danach die Salz-Kräutermischung auf einem Backblech und lass alles gut trocknen. Fülle das Salz zum Schluss in kleine Schraubgläser.

Für Kräuterbutter hole ich mir am liebsten frische Molkereibutter von unserem Bioladen. Diese lasse ich ganz weich werden, damit sie sich gut mit einer Gabel zerdrücken lässt. Die frischen Kräuter hacke ich und gebe sie mit einer Prise Salz zur Butter. Verknete anschließend alles gut. Nimm ein Stück Backpapier zur Hand und forme kleine Rollen. Diese lass im Gefrierschrank einfrieren. Bei Bedarf kannst du die Kräuterbutter dann scheibchenweise aus dem Tiefkühler herausholen und verwenden.

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2 Gedanken zu „Konservierte Kräuter im Winter genießen

  1. Wir haben uns im Garten ein sehr großes Beet mit Kräutern angelegt. Hier pflanzen wir all das an was die Gartencanter angeboten wird . Wir sind aber immer auf der Suche nach besonderen Kräutern. Mituntert wuchert es in dem Beet schon sehr herftig, besonders der Salbei und Rosmari machen sich sehr breit. Dann ist eine Pflegeschnitt angesagt, der Abschnitt wird bei uns auch getrocknet, wie du es machst. Die verschiedenen Minzarten werde genau so getrocknet. Den Basilikum frieren wir portionsweise ein, das gleiche machen wir auch mit einem Kräunermix,so wie wir es in der Küche gebrauchen. Auf Flohmärkten sind wir immer auf der Suche nach alten Büchern mit Rezepturen. Es hat sich da schon einiges angesammel. Viel Spaß für die kommende Kräutersaison.

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