Spitzwegerich-Blätter für Husten-Honig sammeln

Im Winter denkst du vielleicht nicht an das Wildkräuter sammeln. Mit etwas Glück liegt Schnee und die Erde ruht sich geschützt darunter aus. Bleibt der Schneefall aus, kannst du jedoch nach Spitzwegerich-Blättern Ausschau halten.

Spitzwegerich erkennen und sammeln

Die Blütezeit vom Spitzwegerich ist von Mai bis September. Mich interessieren an der Pflanze aber die Blätter, die am besten außerhalb der Blütezeit gepflückt werden. Erkennen kannst du den Spitzwegerich an den länglich geformten Blättern, die mehrere Längsnerven haben. Wer genug davon sammelt, kann sie prima als Salat verzehren. Ich sammle die Blätter immer, um einen Spitzwegerich-Honig daraus zu machen. Denn dem Spitzwegerich wird aufgrund der enthaltenen Schleim- und Gerbstoffe eine reizmildernde und antibakterielle Wirkung nachgesagt. Zu finden ist er auf Wiesen, Äckern und an Wegesrändern.

Spitzwegerich-Honig-Rezept:

  • 2 Hand voll Spitzwegerich-Blätter (ca. 25 Gramm)
  • 250 ml Honig

Die Blätter werden gewaschen, in ein sterilisiertes Schraubglas gelegt und mit Honig übergossen. Sie müssen vom Honig vollkommen bedeckt sein. Als Verschluss dient ein Stück Backpapier, das mit einem Gummiring befestigt wird.

Das Glas muss anschließend sechs Wochen lang an einem dunklen Ort verweilen. Zwischendurch kannst du immer wieder nachsehen, ob die Spitzwegerich-Blätter noch mit Honig bedeckt sind. Denn sie rutschen gerne nach oben und setzen mit der Zeit oberhalb des Honigs Schimmel an. Schiebe sie wieder nach unten oder fülle Honig darauf.

Nach der Einwirkzeit einfach die Blätter aus dem Honig nehmen, etwas abtropfen lassen und das Glas mit dem Honig darin mit einem Schraubdeckel verschließen.

Rechtzeitig für Nachschub sorgen

Ich achte immer darauf, dass mir der Vorrat an Spitzwegerich-Honig und Spitzwegerich-Tee nicht ausgeht. Denn ich empfinde es als sehr wohltuend, wenn ich ein Halskratzen oder einen Husten verspüre und dann einen Teelöffel davon nehmen kann. Der Sitzwegerich-Husten-Honig schmeckt außerdem auf dem Butterbrot hervorragend. Und die Kinder lieben ihn!

Sammeltipp:

Wenn du schon auf der Suche nach Spitzwegerich-Blättern bist, dann halte doch auch Ausschau nach Löwenzahn, Gänseblümchen, Hagebutten oder Brennnesseln.

[Werbung in eigener Sache] Mehr über das Sammeln und Verarbeiten von essbaren Wildpflanzen erfährst du auch in meinem Buch „Wildkräuter für Grünlinge: Jeden Monat eine essbare Wildpflanze kennenlernen – inklusive Rezepte“.

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